Presse

Badische Zeitung: „Front gegen Militär“

Auch unsere Lieblingszeitung schrieb im Vorfeld der Demo einen Artikel…
(und bot Platz für spannende Diskussionen;-)

Freiburger Bündnis: Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer

Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer – mit dieser Forderung macht das Freiburger Bildungsstreikbündnis mobil. Die Gruppe ruft für Samstag zur Demonstration gegen eine Kooperationsvereinbarung von Landeskultusministerium und Militär auf. Die verteidigen sich gegen die Kritik daran, dass Offiziere Schülern und Referendaren sicherheitspolitische Themen nahebringen…  – weiter lesen

Radio Dreyeckland II

Ein Interview mit dem freien Journalist Michael Schulze von Glaßer zur neu erschienenen Studie „Die Eroberung der Schulen – Wie die Bundeswehr in Bildungsstätten wirbt“ gibt es auf der Seite von Radio Dreyeckland.

http://www.rdl.de//index.php?option=com_content&task=view&id=4843&Itemid=321

Radio Dreyeckland I

Ein Interview mit einem Mitglied des Freiburger Bildungsstreikbündnisses zur Demonstration „Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer“ und den Hintergründen der Kooperationsvereinbarung. Ausgestrahlt am 22.01.10

http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&task=view&id=4862&Itemid=145

TV Südbaden

Die Unabhängigen Listen will Hausverbot für die Bundeswehr an Schulen

FREIBURG Anlass ist eine von Kultusminister Rau unterzeichnete Kooperationsvereinbarung

Die Unabhängigen Listen in Freiburg haben sich an die Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik gewandt und gebeten, in der Stadt keine Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Schulen zuzulassen.
Anlass dafür ist eine von Kultusminister Helmut Rau unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr. Demnach sollen Jugendoffiziere im Schulunterricht politische Bildungsthemen und „nationale Interessen“ mit den Schülern erörtern. Stadträtin Irene Vogel spricht sich dafür aus, in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen ein generelles Hausverbot für die Bundeswehr an den Freiburger Schulen zu verhängen.

http://tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=2107&showNews=629892

Neue Rheinische Zeitung

Demonstration in Freiburg: Bundeswehr raus aus dem Klassenzimmer!
Freiburg (NRhZ/GW, 17.1.) Das Freiburger Bildungsstreikbündnis ruft zur Demonstration am 23.01. gegen die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium und der Bundeswehr auf. Der Grund… – weiter lesen

Interview in der „JungeWelt“-Zeitung mit Bildungs- und Friedensaktivist Sven Fred zum Kooperationsvertrag

In Freiburg regt sich Widerstand gegen die Kooperation des Schulministeriums mit dem Militär. Ein Gespräch mit Sven Fred, Mitglied im Unabhängigen Studierendenausschuß der Pädagogischen Hochschule Freiburg und im Bildungsstreikbündnis Freiburg aktiv.

Interview: Michael Schulze von Glaßer

Am 4. Dezember wurde in Baden-Württemberg die bundesweit vierte Kooperationsvereinbarung zwischen einem Landesschulministerium und der Bundeswehr unterzeichnet. Das Militär ist schon lange an Schulen aktiv – was ändert sich durch diese Vereinbarung?

Die Kooperation soll enger werden, noch mehr Jugendoffiziere als bisher sollen in die Klassenzimmer kommen. Dabei sollen den jungen Leuten die »nationalen Interessen« Deutschlands erläutert werden – was auch immer das heißt. Die Jugendlichen sollen zudem an sicherheitspolitische Themen herangeführt werden. Außerdem werden nun auch Referendare durch Jugendoffiziere aus- und fortgebildet.

Der Wortlaut der Vereinbarung wird leider immer noch unter dem Tisch gehalten, wir haben davon nur aus einer Pressemitteilung des Kultusministe­riums erfahren. Wahrscheinlich ähnelt der Vertragstext aber dem der ersten bundesweit abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung vom Oktober 2008 in Nordrhein-Westfalen. Das würde bedeuten, daß jährlich Berichte über den Stand der Kooperation erstellt werden und daß die Jugendoffiziere dabei ein Wort mitzureden haben. Schulen, die nicht kooperieren, könnten so unter Druck gesetzt werden.

Aber wäre es nicht wünschenswert, wenn die jungen Leute in den Schulen einen Einblick in die Sicherheitspolitik bekommen?

Aber so bekommen sie natürlich nur die Darstellung der Bundeswehr. Die Jugendoffiziere vermitteln den Schülerinnen und Schülern im Unterricht ihr militärisches Weltbild – was sich aber von zivilem, demokratischem Denken stark unterscheidet. Für Soldaten ist Waffengewalt ein legitimes Mittel der Politik.

Die Jugendoffiziere sollen den Jugendlichen z.B. die Notwendigkeit von Auslandseinsätzen nahebringen. Das aber paßt nicht zu einem humanistischen Bildungsideal und verstößt außerdem gegen die 1976 festgelegten Minimalbedingungen für politische Bildung, den sogenannten Beutelsbacher-Konsens, der das Ergebnis einer Tagung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württembergs war. Darin ist festgelegt, daß Schülerinnen und Schülern nicht von Meinungen überrumpelt werden dürfen, und Themen, die in der Gesellschaft umstritten sind, auch kontrovers dargestellt werden. Dieser Konsens wird von den rhetorisch geschulten Jugendoffizieren sicherlich nicht eingehalten.

Was wäre die Alternative zur Bundeswehr an Schulen?

Sicherheitspolitik ist ein wichtiges Thema, sie sollte den Schülern aber von neutralen, unabhängigen Experten und Lehrkräften beigebracht werden. Mindestens sollte beim Einsatz von Jugendoffizieren in Schulen auch die Gegenseite eingeladen werden – also Friedensaktivisten, . Das ist momentan fast nie der Fall. Die Jugendoffiziere allerdings werden anders als diese Aktivisten finanziert und haben ganz andere Möglichkeiten, sich Fachwissen und Argumente anzueignen.

Es regt sich mittlerweile aber auch Widerstand gegen die Koopera­tionsvereinbarung …

Am 23. Januar soll es in Freiburg eine Großkundgebung gegen diese Vereinbahrung geben – das Ganze ist mittlerweile als bundesweite Demonstration angekündigt. Es beginnt um 15 Uhr am Platz der Alten Synagoge. Es werden danach weitere Aktionen folgen, beispielsweise wenn wir erfahren, wann die Bundeswehr in Schulen Einsätze hat. Unser Ziel ist die Rücknahme der Kooperationsvereinbarung in Baden-Württemberg sowie in allen anderen Bundesländern, in denen es solche Abkommen gibt. Jegliche Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Bildungseinrichtungen und der Bundeswehr muß sofort eingestellt werden. Schulleiter und Lehrer fordern wir auf, nicht mit den Militärs zu kooperieren. Schüler sollen auch selbst dagegen protestieren, wenn Jugendoffiziere an die Schulen kommen.

Quelle: http://www.jungewelt.de/2010/01-14/063.php?sstr=bundeswehr

„Neues Deutschland“ berichtet in der Ausgabe vom 11.01.2010 über Jugendoffiziere an Schulen und Unis

Pressemitteilung des Kultusminieriums Baden-Württemberg vom 4.12.2009

Kultusministerium und Bundeswehr schließen Kooperationsvereinbarung

Kurzbeschreibung:  Kultusminister Helmut Rau und Generalmajor Gert Wessels vereinbaren Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr in Baden-Württemberg

Kultusminister Helmut Rau MdL und Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber im Wehrbereich IV, unterzeichneten heute (4.12.) in Anwesenheit von Jugendoffizieren eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kultusministerium und Bundeswehr. Mit dieser soll die Kooperation zwischen Schulen und Jugendoffizieren gekräftigt werden. Ziel ist eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der politischen Bildung. „Vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt soll die Kooperation Jugendliche an sicherheitspolitsche Themen heranführen. Damit soll der Blick auf die Chancen und Risiken unserer Sicherheit und auf das Fundament unserer freiheitlichen Grundordnung geschärft werden“, erklärte Rau. Themen können globale Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung sein, ebenso wie nationale Interessen, die mit baden-württembergischen Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Kooperation erörtert werden.

Jugendoffiziere bieten dazu wie bisher ihre Besuche in Schulen an. Sie werden darüber hinaus in die Aus- und Fortbildung von Referendarinnen und Referendaren und von Lehrkräften eingebunden. Außerdem bietet die Bundeswehr Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern der Schulaufsicht ihrerseits Besuche in ihren Einrichtungen und Seminare zur Sicherheitspolitik an. Angebote zur politischen Bildung werden regelmäßig in den Medien des Kultusministeriums und des Wehrbereichskommandos IV veröffentlicht.

„Eine lebendige Gesellschaft ist auf die Fähigkeit und die Bereitschaft der Menschen angewiesen, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen, sich an politischen Prozessen zu beteiligen und Verantwortung zu übernehmen. Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass wir die gute Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren durch den Abschluss dieser Vereinbarung stärken“, erklärte Kultusminister Rau.

„Hier in Baden-Württemberg ist die Zusammenarbeit seit Jahrzehnten besonders eng und vertrauensvoll. Soldaten sind an den Standorten in Baden-Württemberg voll integriert und fester Bestandteil des öffentlichen Lebens. Vor diesem Hintergrund war es für uns dann nur konsequent, diese Kooperationsvereinbarung zu schließen, um diese sehr gute Zusammenarbeit auch formal zu unterstreichen und dies für die Öffentlichkeit deutlich zu machen“, erläuterte Generalmajor Gert Wessels.

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